Neuartige Sonde zur in vivo Isolierung von zirkulierenden Endothelzellen für die Diagnose und Verlaufskontrolle von kardiovaskulären Erkrankungen

Sie befinden sich hier:

Grundlagen

Schema der Zellsonde

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Cardio Vascular Disease, CVD) sind weltweit die Hauptursachen für Tod und Invalidität. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2012 17,5 Millionen Menschen an CVD starben, was 31 % aller Todesfälle weltweit ausmacht. Mit einer Alterung der Bevölkerung wird sich dies weiter verstärken, bis 2030 wird die Zahl der Todesfälle auf 23,6 Millionen steigen. Nach Angaben der American Heart Association haben jährlich mehr als 12 Millionen Patienten in der EU und den USA Schmerzen in der Brust. Die gefährlichste Ursache hierfür ist der akute Myokardinfarkt (AMI). Ca. 25 % dieser Patienten erhalten keine eindeutig positive AMI-Diagnose unter Verwendung der derzeit verfügbaren diagnostischen Technologie. Unter diesen 25 % gibt es eine beträchtliche Anzahl von unerkannten Hochrisikopatienten, die jedoch trotzdem kurzfristig einen Infarkt bekommen können. Ebenfalls beträchtlich sind die damit anfallenden sozioökonomischen Kosten von CVD. Insgesamt entstehen bedingt durch CVD in der EU pro Jahr Kosten von 192 Milliarden Euro. Von den Gesamtkosten entfallen 57 % auf die Gesundheitskosten, 21 % auf Produktivitätsverluste und 22 % auf die informelle Betreuung der Patienten.

Ziele

Ziel des Projektes ist die Erforschung einer Sonde, die die Isolierung von zirkulierenden Endothelzellen (CEC) in vivo direkt aus dem Blut des Patienten ermöglicht. Das Identifizieren seltener CEC ist ein neuer, zuverlässiger Biomarker, der mit Endothelschäden assoziiert ist. Aus klinischer Sicht sind diese Endothelzellen wichtige Indikatoren für pathologische Prozesse im Körper und können daher zur Diagnose und Verlaufskontrolle von verschiedenen kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt werden. Aufgrund der äußerst geringen Konzentration der im Blut zirkulierenden Endothelzellen ist die Sicherstellung einer ausreichenden Zellausbeute ein wesentlicher Faktor für die fehlerfreie Diagnose. Dieses Problem soll mit dem in diesem Vorhaben geplanten innovativen Ansatz beseitigt werden. Die Markteinführung der Sonde erhöht signifikant die Überlebenschancen von Patienten, die von dieser Krankheit betroffen sind und ihre Lebensqualität wird gesteigert.

Ansprechpartner

Kooperationspartner

  • INVICOL GmbH
  • Beuth Hochschule für Technik Berlin / Labor für den Computereinsatz in der Produktion

Förderung

Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).