Neuartige Sonde zur In-vivo-Isolierung von zirkulierenden Tumorzellen für die Diagnose und Verlaufskontrolle von Krebserkrankungen

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Grundlagen

Weltweit steigt die Zahl der dokumentierten Krebserkrankungen. Demnach erhalten weltweit jeder fünfte Mann und jede sechste Frau im Laufe ihres Lebens eine Krebsdiagnose. Jeder achte Mann und jede elfte Frau sterben an Krebs. Die Zahl der krebsbedingten Todesfälle im Jahr 2018 wird global auf 9,6 Millionen geschätzt. Um eine Krebserkrankung zu diagnostizieren bzw. auszuschließen wird in der Regel eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) und histologisch untersucht. In den letzten Jahren ist eine neue Analysemethode entwickelt worden: Die Liquid Biopsy („Flüssigbiopsie“), eine blutbasierte Technik zum Nachweis von Tumoren bzw. Tumorzellen und Tumor-DNA im Blut. Praktisch alle Tumore geben zirkulierende Tumorzellen in den Blutstrom ab. Diese stehen somit zur Detektion theoretisch immer zur Verfügung. Zirkulierende Tumorzellen sind ein neuer, zuverlässiger, mit Krebserkrankungen assoziierter Biomarker. Diese Zellen sind wichtige Indikatoren für pathologische Prozesse im Körper und können daher zur Diagnose und/oder Verlaufskontrolle von verschiedenen Krebsformen eingesetzt werden. Die zirkulierenden Tumorzellen treten im Blut des Patienten allerdings durchweg in äußerst geringer Konzentration auf und sind deshalb schwer zu erkennen.

Ziele

Ziel des Projektes ist die Erforschung einer Sonde, die die In-vivo-Erkennung von zirkulierenden Tumorzellen (CTC) direkt aus dem Blutstrom des Patienten ermöglicht. Es soll im Speziellen ein Verfahren erforscht werden, mit dem zirkulierende Tumorzellen in einer für eine Diagnose ausreichender Zahl erfasst werden können. Die Problematik der mangelnden Sensitivität bestehender Diagnosesysteme soll in diesem Projekt gelöst werden, da dies den klinischen Nutzen erheblich einschränkt. Die Verfügbarkeit eines solchen Diagnoseverfahrens würde die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankung signifikant erhöhen. Darüber hinaus wird der Therapieerfolg früher als bisher sichtbar. Dadurch können eingesetzte therapeutische Mittel effizienter kontrolliert werden.

Ansprechpartner

Kooperationspartner

Förderung

Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).