Neue technische und klinische Wege zur Realisierung einer kostenorientierten VAD-Therapie II

Etwa eine Million Patienten weltweit befinden sich im Endstadium einer Herzinsuffizienz. Für diese Patienten stellt die Herztransplantation die letztmögliche Therapieform dar, obwohl weltweit nur ca. 3.000 Spenderherzen pro Jahr zur Verfügung stehen und diese Zahl zunehmend sinkt. Entsprechend überbrücken mechanische Herz- und Kreislaufunterstützungssysteme, sogenannte VADs (Ventricular Assist Devices) oder Kunstherzen die Wartezeit auf ein Transplantat oder werden in zunehmendem Maße als Langzeit-Alternative zur Herztransplantation eingesetzt. In bestimmten Fällen ist auch eine Erholung des Herzens unter Anwendung eines VADs zu beobachten, was eine spätere Entwöhnung und Explantation des VADs ermöglicht.

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Zielsetzung

Berlin Heart INCOR und Konzeptstudie der Next Generation Pump

Gesamtziel des Vorhabens ist die weitere Erforschung des bestehenden Funktionsmusters für die zukünftige Entwicklung eines Herzunterstützungssystems zur chronischen Behandlung terminalen Herzversagens. Dieses Projekt wird zusammen mit der Berlin Heart GmbH durchgeführt. Mit dem Next Generation Pump (NGP)-System sollen

  1. klinische Ergebnisse der VAD-Therapie hinsichtlich Lebenserwartung, Komplikationsrate, Hämokompatibilität und Lebensqualität verbessert sowie
  2. die Therapiekosten als Summe von Systemkosten, Kosten der Implantation und Anschlussheilbehandlung sowie Kosten der Nachsorge reduziert werden.

Methoden

  • Numerische und experimentelle Modellierung von kritischen Stellen in der NGP
  • Experimentelle Untersuchung sowie Modellierung der Blutschädigung
  • Konstruktive Modifikation des NGP-Designs

 

Kooperationspartner

  • Berlin Heart GmbH

Förderung

Dieses Projekt wurde kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).