Vorhersage der Antibiotikaresistenz für eine nachhaltige Antibiotika-Behandlung mit EVOLchip

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Projektbeschreibung

Evolchip-Bioreaktor

Weltweit betrachtet ist Antibiotikaresistenz eines der größten Gesundheitsprobleme. Rund 700.000 Menschen starben 2013 weltweit an multiresistenten Bakterien. Allein in Deutschland starben 11.000 Patienten nach einer Infektion mit multiresistenten Keimen. Der globale Verbrauch an Antibiotika in der Humanmedizin ist um fast 40% zwischen 2000 und 2010 angestiegen. Schätzungen zufolge sind bereits 1-2% der Gesamtbevölkerung in Deutschland Träger von multiresistenten Erregern.

Obwohl seit einigen Jahren weniger Antibiotika verschrieben werden, steigt die Häufigkeit von Krankheitserregern auf der Intensivstation und der Einsatz von Reserveantibiotika in Deutschland. Aufgrund fehlender wirtschaftlicher Anreize werden immer weniger Antibiotika entwickelt. Zusätzlich verringert sich die Dauer bis zur Resistenzbildung gegen neue Antibiotika stetig. 

Ziel des Projektes EvolChip ist die Entwicklung eines Gerätes, welches die Entstehung von Resistenzen simuliert. Zusätzlich kann die Wirksamkeit dynamischer Antibiotikakombinationen untersucht werden. Dies trägt dazu bei, Resistenzentwicklung zu vermeiden und Therapieempfehlungen zu geben. Derzeit gibt es kein kommerzielles Gerät, das zukünftige Resistenzen voraussagt. EvolChip modelliert die pharmakokinetische Situation im Patienten besser als bisher verfügbare Prozesse.

 

Ansprechpartner

Kooperationspartner

  • Prof. Dr. Jens Rolff, FU Berlin, AG Rolff - Evolutionsbiologie
  • Shpetime Jonuzi, FU Berlin, AG Rolff - Evolutionsbiologie

Förderung

Das Vorhaben wird mit Mitteln von PROFUND Innovation gefördert.