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Forschung Aktuell

19.09.2017

Neues Forschungsprojekt Articardio wurde bewilligt

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Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert KMU-innovativ-Projekt am ICM

Im Rahmen des BMBF-Förderprogramms "KMU-innovativ: Medizintechnik" "Medizintechnische Lösungen für die digitale Gesundheitsversorgung" wird unser Projekt KI (Künstliche Intelligenz)-basierte Therapieunterstützung für die Kardiologie („ArtiCardio“) unter dem Förderkennzeichen 13GW0208B gefördert.

Projektbeschreibung
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die führende Todesursache in Deutschland. Die Gesamt-kosten allein zur Behandlung von Herzklappenfehlern belaufen sich auf 4,6 Mrd. € bei 31.000 Operationen pro Jahr. Durch die alternde Bevölkerung wird der Bedarf in Zukunft weiter steigen. Der behandelte Arzt trifft eine Therapieentscheidung basierend auf klinischen Leitlinien und individueller Erfahrung. Leitlinien sind jedoch allgemein gehalten, nicht evidenzbasiert und berücksichtigen Unterschiede zwischen den Patienten nicht ausreichend.
Mit Hilfe einer innovativen Software soll der Arzt bei der Therapieentscheidung unterstützt werden, so dass er schnell, effizient und sicher die Notwendigkeit, den Zeitpunkt und die Art der individuellen Therapie bestimmen kann. Der primäre Fokus liegt auf der Hauptschlagaderverengung, dem häufigsten angeborenen Herzfehler, sowie Herzklappenfehlern, den häufigsten erworbenen Herzerkrankungen.
Ausgangspunkt der digitalen Therapieunterstützung ist die individuelle Anatomie des Patienten, die mittels Magnetresonanztomographie (MRT) gewonnen wird. Mit Hilfe mathematischer Verfahren werden im Anschluss Anatomien charakterisiert und Strömungsverhältnisse in den Blutgefäßen berechnet, so dass das Ergebnis verschiedener operativer Therapien vorhergesagt wird. Da derartige Berechnungen derzeit weder online noch auf handelsüblicher Hardware effizient durchgeführt werden können, wird in diesem Projekt ein neuartiges Verfahren auf Basis künstlicher Intelligenz erforscht. Dies soll eine praktische und ökonomische Integration in den klinischen Alltag ermöglichen, so dass letztlich jeder Patient von der verbesserten Behandlung profitieren kann. Die individuelle Therapieplanung soll dabei helfen, Operationszeiten zu verkürzen, wirkungsarme Therapien bzw. Folgeoperationen zu vermeiden, und somit die Behandlungskosten für das Gesundheitswesen um bis zu 30% zu senken. Die Ergebnisse des Projekts werden zudem für andere Kreislauf-Erkrankungen genutzt werden können.

Kontakt

PD Dr.-Ing. Leonid Goubergrits

Numerische SimulationCharitéUniversitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Postadresse:Augustenburger Platz 113353 Berlin

Campus- bzw. interne Geländeadresse:Forum 4, EG, Raum 0.0561

Route / Geländeplan


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